Das Wettbewerbsthema 2010, welches auf der Weihnachtsfeier im Dezember 2009 von einer Gruppe der letzten 3 Platzierten entschieden wurde, lautet
Regen, Sturm und Schietwetter
Bei Gewitter, Sturm und Regen hat das Licht eine faszinierende Qualität. Nur hier gelingen oft dramatische und wirklich aufregende Bilder im Gegensatz zu vielleicht dunstigen Schönwetteraufnahmen. Die Wolken können aufbrechen und jenen flüchtigen magischen Moment liefern, wenn die Sonne kurz auf die sturmgepeitschte Landschaft strahlt. Besonders Grüntöne kommen bei Regen gut zur Geltung. Richtige Regentropfen einzufangen ist schwierig, am besten gelingt dies im Gegenlicht. Ein Gefühl für Regen bekommt man auch aus Motiven wie Tropfen auf einer Glasscheibe, nassen Blätter mit Tropfen, in einer Pfütze mit farbigen Reflektionen regnet es... Der Lohn ist dem Ausdauernden. Man lauert auf den magischen Moment für das Foto , wie Henri-Cartier Bresson es ausdrückte.
Hier noch ein paar technische Tipps. Am bestens sind wasserdichte Rucksäcke (Tamrac, Loewe). Für das Stativ sollte man ein Gewicht (großer Stein im Tuch mit Schnur) von ca. 4 - 5 kg anhängen, denn es oft recht windig und gerade bei Teleaufnahmen besteht die Gefahr, dass diese durch Verwackeln verdorben werden. Das beschwerte Stativ ist wesentlich stabiler. Sehr gut ist auch ein großer Schirm, der den Fotograf und insbesondere die Kamera trocken hält. Wenn man nicht gerade über eine wasserdicht versiegelte Kamera oder wasserdicht versiegelte Objekte (z.B. Pentax K20D, K7) verfügt, gibt es im Zubehörhandel relativ günstig wasserdichte Säcke, die man über die Kamera zieht, die eingeschweißt ein rundes Glas haben, welches vor das Objektiv kommt und man durch Grifflöcher die Kamera bedient wird. Zur Aufnahmetechnik. Shake Reduction aus, da ja ein Stativ verwendet wird. Regentropfen können den Autofocus irritieren, also am besten auch aus. Regentropfen sieht man am besten angeleuchtet (z.B. Straßenbeleuchtung, Lichtstrahlen im Wolkenaufbruch) vor dunklem Hintergrund als kurze Streifen, was bedeutet Blendenautomatik mit Vorwahl von 1/15 oder 1/30 Sekunde Belichtungszeit. Sehr gut macht sich die Verwendung von Grauverlaufsfiltern mit zwei Blendenstufen, da hierdurch der Himmel mehr Kontraste erhält und dramatischer wirkt.
Dr. Matthias Bayer
Niklas Fenrich, Gösta Reuter