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Kameraformat RAW |
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Einige Kamera-Hersteller bieten bei höherwertigen Digitalkameras als Speicherformat neben dem üblichen JPG-Format das sog. RAW-Format an. Was ist dieses RAW, warum wird es angeboten und welche Vor- und Nachteile bietet es? RAW ist a.) kein einheitliches Bildformat, sondern je nach Hersteller unterschiedlich, b.) überhaupt noch kein Bildformat. Die Kamera erzeugt Rohdaten zum Motiv, Informationen zu Schärfe, Farbwerte, Farbtiefe, Kontrast, Helligkeit, Bildstörungen und Weißabgleich werden separat zum Bild gespeichert. Soll dann aus der RAW-Datei ein Bild erzeugt werden, muss der Kameravorschlag entweder akzeptiert oder korrigiert werden. Dieses sind zusätzliche Arbeitsschritte, die meist im Vergleich zum fertigen Bild zu umständlich erscheinen. Die Bearbeitung von RAW-Bildern ist wie die Dunkelkammerarbeit daheim. Willkommen scheint dieser zusätzliche Aufwand dann, wenn ein Bild unter-, überbelichtet oder mit Falschfarben durch extreme Belichtungssituationen versehen ist. Auch wenn das Wegwerfen falschbelichteter Fotos im Zeitalter der Digitalfotografie zum Alltag zu gehören scheint, lassen sich doch mit Hilfe des RAW-Formates fast vergessene Fotografen-Verhaltensweisen wieder zum Leben erwecken: Jedes Foto ein Treffer. Hier einige Beispiele:
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Vielleicht hilft das RAW-Format manchem Umsteiger, alte Leidenschaften wieder zu entdecken aus Zeiten, in denen Laborarbeit noch dazu gehörte.
Klaus Jötten |