Montagetechnik mit Adobe Photoshop©
oder
Wie kommt der Ballon ins Bild?

Wenn man Montagen machen will, bietet es sich an, gewisse Dinge zu sammeln oder auch gezielt dafür aufzunehmen. Mal einen netten Himmel, eine Struktur ... oder wie im Beispiel einen Heißluftballon.

Wie ist das Bild nun entstanden? Ich hatte gerade ein paar 20 Jahre alte Rapsdias gescanned ...

In meinem Archiv mit Montageobjekten hatte ich noch einen schönen gelben Ballon. Dieser entstand per Freistellung.

Freistellung heißt, den Ballon im Bild zu erhalten und dort, wo noch Himmel zu sehen ist, später nichts mehr zu haben außer einem transparenten Bereich. Hierzu muss im Fenster Ebenen mit Doppelklick auf die Hintergrundebene diese in eine freie Ebene verwandelt werden, da sonst der Bereich des Himmels nicht transparent werden könnte.

Nun erfolgt die Freistellung des Ballons. Bei diesem Motiv ist sie sehr einfach. Man selektiert den blauen Himmel mit dem Zauberstab und schneidet diesen mit STRG X aus.

Nach der Freistellung und eventuellen Beschnitt des Bildes sieht das in Photoshop nun wie folgt aus:

Das schachbrettartige Muster steht für Transparenz. Dieses Bild sollte man nun als Photoshop-PSD-Datei speichern, falls man es weiter verwenden möchte. Nicht als JPG-Datei speichern, denn die Transparenz würde verloren gehen.

Nun habe ich in Photoshop zwei Dateien geöffnet: Das Rapsbild und den freigestellten Ballon. Ich klicke mit gedrückter STRG-Taste in der Ebenenpalette auf das Miniaturbild des Ballons. Methode 1: Ich selektiere alle nicht transparenten Pixel und ziehe die Auswahl auf das geöffnete Rapsbild bei aktivem Verschiebewerkzeug. Methode 2: Im Ballonbild die Ebene duplizieren, jedoch nicht ins gleiche Bild, sondern in das Raps-Bild.

Der Ballon wurde automatisch im Raps-Bild in einer zweiten darüber liegenden Ebene angelegt. Man kann ihn anschließend über die Funktion "Bearbeiten - Transformieren" drehen, skalieren, verzerren oder verschieben.

Die Montage ist nun fertig. Nur hätte ich noch gern einen schwarzen Himmel. Dazu wähle ich im Ebenenfenster die untere (Raps-)Ebene. Nun gibt es viele Wege. Ich wählte mit der Funktion "Auswählen - Farbbereich auswählen" den blauen Himmel. Mit gedrückt gehaltener Shifttaste kann man immer mehr Blau hinzu selektieren.

Ich hätte die Auswahl direkt abdunkeln können. Flexibler ist es allerdings die Auswahl des Himmels wieder in eine zusätzliche Ebene zu übertragen. Am schnellsten geht das per STRG J. Die Selektion wird dann automatisch in eine neue Ebene gepackt.

Nun kann man die Ebene 2 abdunkeln. Am besten per Tonwertkorrektur (STRG L). Profis nehmen hier wieder eine Einstellungsebene. Machen wir es nicht ganz so kompliziert.

Oft hat man häufig bei nicht ganz präziser Auswahl Säume an den Grenzen. Dadurch das der Himmel auf einer eigenen Ebene ist, kann man dies eventuell schon eliminieren, wenn man in der Ebenenpalette des Himmels zum Hintergrund den so genannten Verrechnungsmodus ändert. Standardeinstellung ist die "Normal". Es lohnt sich hier zu experimentieren.

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