Bildformate

Als Datei gespeicherte Bilder können verschiedenste "Formate" haben. Es gibt mehr als 50 verschiedene - hier die wichtigsten.

Das Bild selbst hat bis zu 16,7 Millionen verschiedene Farb- und Helligkeitsnuancen. Selbst wenn ein Foto "nur" die passende Größe für einen herkömmlichen Computer-Monitor hat, beinhaltet es ca. eine Millionen verschiedener Bildpunkte - ausgehend von einer Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Pixel (das heißt nichts anderes, als dass der Monitor 1024 verschiedene Bildpunkte bzw. Pixel in der Waagerechten und 768 Pixel in der Senkrechten darstellt). Eine solche Datei hätte unkomprimiert eine Dateigröße von knapp 2 Millionen Byte - 2 Megabyte. Einige Bildformate, das gebräuchlichste TIF-, auch das Microsoft-eigene und unter professionellen Anwendern verpönte BMP-Format speichern wie oben beschrieben unkomprimiert.

Der Speicherplatz auf einem Computer ist im Zeitalter von Digitalkameras schnell verbraucht. Die Zahl der aufgenommenen Bilder ist stark gestiegen. Digitale Kameras werden heutzutage fast nur noch als 4 Megapixel, 6 Megapixel-Kameras angeboten, was nichts anderes bedeutet, als daß ein aufgenommenes Bild bei 6 Megapixel etwa die Dimension von 3000 x 2000 Bildpunkten (= 6 Millionen Pixel) hat. Und die Megapixel (Millionen Pixel) der Kameras werden immer mehr.

Um so wichtiger ist es, ein Bildformat zu nutzen, das möglichst wenig Speicherplatz bei höchster Bildqualität liefert. Sowohl Digitalkameras speichern im und Internetseiten nutzen das Bildformat JPG.

Dateiformat JPG

Das JPG-Bildformat kann ein Bild in unterschiedlichsten Qualitätstufen speichern, hat jedoch den Nachteil, daß zu Gunsten einer geringeren Bildgröße Bildinformationen verloren gehen. Jenes Bild, das im TIF-Format eine Dateigröße von 2 Megabyte (2.000.000 Byte) hat, wird als JPG-Datei von knapp 1 Megabyte (1.000.000 Byte) abwärts bis ca. 20 Kilobyte (150.000 Byte) Größe haben.

JPG-Bild 512 x 341 Pixel, 221 Kilobyte statt 600 Kilobyte unkomprimiert
JPG-Bild 512 x 341 Pixel, 7,5 Kilobyte - zu stark komprimiert

Ein Nachfolger des JPG-Bildformates (Dateiendung ".jpg") ist unter dem Namen JPEG2000 entwickelt worden, zu erkennen an der Dateiendung ".jp2" oder ".j2k". Ein Bild kann in diesem neuen Format einerseits verlustfrei gespeichert werden, anderseits kann bei verlustbehafteter Speicherung eine wesentlich kleinere Datigröße erzielt werden.

Abweichungen JPG2000 gegenüber dem Originalbild bei 36% Qualität:
KEINE
Abweichungen JPG gegenüber dem Originalbild bei 60% Qualität:
HOHE QUALITÄTSVERLUSTE
Schwarze Pixel = Qualität erhalten - Farbige Pixel = Qualitätsverlust

Warum nun speichern wir nicht alle Bilder im JPEG2000-Format?
Eine Sache ist immer nur so gut, wie Nutzer der Sache deren Vorteile zu nutzen verstehen.
Ein Nutzer z.B. ist das Internet bzw. Programme zur Darstellung von Internetseiten, die Browser. Derzeit können Bilder auf Internet-Seiten ohne zuästzliche Hilfsmittel nur in 3 verschiedenen Bildformaten dargestellt werden - im JPG-, im GIF- und im PNG-Format.

Digitalkameras speichern ebenfalls nicht im JPEG2000-, sondern im einfachen JPG- oder im optimalen Rohdaten-Format (RAW). JPEG2000 bliebe also nur in einem Sinne zweckvoll: Das Speichern von digitalen Bildern auf dem eigenen Computer - und das ohne Risiko, Qualitätseinbußen zum Bildoriginal hinnehmen zu müssen. Möglicherweise aber wird die nächste Generation der Internet-Programme dieses Format ebenso unterstützen wie Digitalkameras.

Dateiformat GIF

Das GIF-Bild ist im Gegensatz zu JPG-Bildern mit max. 16,7 Millionen möglichen Farbnuancen auf ganze 256 Farben beschränkt, kann jedoch auch transparente Bildbereiche beinhalten und animiert sein. Ein Beispiel gefällig?

Dateiformat PNG

Das PNG-Format vereint die Vorzüge von JPG- (16,7 Mio. Farben, Komprimierung) und GIF-Dateien (Transparenz) und ist besonders für das Internet interessant, wenn Transparenz auch transparent erscheinen und trotzdem alle möglichen Farben dargestellt werden sollen.

Falls dieses PNG-Bild nicht angezeigt wird, liegt es an der Aktualität des Internet-Browsers

Auch hier gilt: Es wird kaum genutzt. Warum nur? Stehen vielleicht kommerzielle Interessen der Industrie und Patentrechte dahinter?

Klaus Jötten