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Farbumsetzung |
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Alle 16,7 Millionen möglichen Farben lassen sich theoretisch in einem Farbkreis darstellen, in dem die Intensität der Farben jeweils zum Zentrum des Kreises hin abnimmt. Die 3 Grundfarben Rot, Grün und Blau liegen im Winkel von 120° von einander entfernt. Im um 60° versetzen Winkel erscheinen die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta. Das menschliche Auge kann nicht alle Farben erkennen. Die Darstellungsleistung eines handelsüblichen Computer-Monitors ist noch begrenzter und kann nur den sog. RGB-Farbraum (Rot-Grün-Blau) darstellen. Noch begrenzter ist die Wiedergabemöglichkeit von Tintenstrahldruckern, die im sog. CMYK-Farbraum (Cyan-Magenta-Yellow + Intensität) drucken können. Durch gezieltes Zusteuern von Schmuckfarben können professionelle Drucker ein deutlich besseres Abbild schaffen. Der Einsatz von Farbfiltern wirkt sich wie folgt aus: Wird z.B. ein Rot-Filter verwendet, werden die sog. Komplementärfarben, die gegenüberliegenden Farben (hier Blau, Cyan, Grün) abgedunkelt und die benachbarten Farben (hier Magenta, Orange, gelb) aufgehellt. So muss also ein Blau-Filter die Farben Grüngelb, Gelb, Orange bis Rot abdunkeln und Blaugrün bis Magenta aufhellen. In der digitalen Umsetzung eines Farbfotos zu Schwarzweiß hilft die folgende Farbumsetzungs-Karte in der Vorausberechnung der Wirkung eines Schwarzweißbildes. Nehmen wir ein bestimmtes Motiv an: Auf grüner Wiese stehen dunkelrote Gartenmöbel. Auf dem Tisch steht eine blaue Kaffeekanne. Das Kaffeebesteck ist braun, die Teller und Tassen weiß. Außer den überstrahlten weißen Tellern wird alles andere mausgrau erscheinen. Wem es gelingt, dieses Motiv ohne Einsatz von Filtern oder digitaler Filterung brauchbar schwarzweiß wiederzugeben, bekommt einen Preis. Klaus Jötten |