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Hier werden in unregelmäßigen Abständen Referate unserer Mitglieder zu berühmten Fotografen dargestellt
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Henri Cartier-Bresson
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Henri Cartier-Bresson * 22. August 1908, † 3. August 2004 war französischer Fotograf und Maler und zusammen mit Robert Capa, David Seymour und George Rodger Begründer der Fotoagentur Magnum in Paris. Nach einem Studium der Malerei von 1922 – 1928 begann er ab 1930 zu fotografieren. 1952 stellte er die Theorie des „entscheidenden Augenblicks“ auf – mit Bezug auf seine Kriegsreportagen. Seien vorgehensweise bei Fotografieren beschrieb er: „Man nähert sich auf leisen Sohlen, auch wenn es sich um Stillleben handelt. Auf Samtpfoten muss man gehen und ein scharfes Auge haben …. Kein Blitzlicht, das versteht sich wohl, aus Rücksicht vor dem Licht, selbst wenn es dunkel ist. Andernfalls wird der Photograph unerträglich aggressiv. Das Handwerk hängt stark von Beziehungen ab, die man mit den Menschen herstellen kann. Ein Wort kann alles verderben, alle verkrampfen und machen dicht.“
Henri Cartier-Bresson legt größten Wert auf eine perfekte Bildkomposition. Die Vergrößerung sollte das gesamte Kleinbildnegativ zeigen - ohne nachträgliche Ausschnitte. Sein Werkzeug war eine Leica M und zwar nur mit 50 mm Objektiv, da nur dieses der Sichtweise des menschlichen Auges gleichkam. Er geriet 1940 für fast drei Jahre in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen gelang es ihm sich nach Paris durchzuschlagen und sich der Résistance anzuschließen. In den USA nahm man an, dass er gefallen und man widmete ihm 1947 in New York im Museum of Modern Art eine „posthume“ Retrospektive.
Seine Reisen führten ihn durch Europa, Mexiko, Indien, Pakistan, Kuba, China, Indonesien und er durfte 1954 als erster westlicher Fotograf die Sowjetunion besuchen.
Cartier-Bresson durfte als erster Fotograf überhaupt 1955 im Louvre ausstellen (Anm. Bis dahin war Photographie keine ‚Kunst'.). 1972 beendet er sein fotografisches Werk und wendet sich der Malerei zu.
Im Frühjahr 2003 (mit 95 Jahren, kurz vor seinem Tod) gründet er mit seiner Frau die Stiftung Henri Cartier Bresson im Pariser Stadtteil Montparnasse. Die letzte Ausstellung zu Lebzeiten war die große Retrospektive im Berliner Martin-Gropius Bau.
Henri Cartier-Bresson arbeitete stets diskret bis zur Selbstverleugnung. Trotz seines Weltruhmes - auch durch die Elite Agentur Magnum – vermied er jeden Persönlichkeitskult. Seine Worte: Der Meister braucht keinen Blitz, keine Inszenierung und keine Mehrfachaufnahmen, sondern vermag nur durch konzentriertes Zielen - er verglich sich mit einem Bogenschützen – den Zufall vorauszuahnen, hat er gelebt. Matthias Bayer
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